Grundriss, Volksbank Lehrte
Grundriss, Volksbank Lehrte
       

Volksbank Lehrte, Lehrte

Planung: 2001
BGF: 5.159 m²
BRI: 17.053 m³
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Das geplante Gebäude besteht aus zwei miteinander verbundenen Baukörpern. Durch die Aufteilung in zwei Baukörper erhält der Bau eine der Stadt angemessene Maßstäblichkeit. Vor allem aber kann das Gebäude durch seine Form genau auf die städtebaulichen Anforderungen reagieren. Mit vier bis fünf Geschossen behauptet es sich gegen die in der Nachbarschaft gelegenen Bankgebäude.

Nach Westen wird ein turmartiger Kopf ausgebildet, ein zeichenhafter Auftakt zur Innenstadt: über drei steinernen Geschossen schwebt das leichte Dach über der Vorstandsetage. Die Spitze setzt sich in der geschwungenen Fassade an der Bundesstraße fort. Von Straße und Bahn wird die Bank als ein markantes Gebäude erlebt, das in Erinnerung bleibt, und das dem Ort etwas von der Prägnanz wiedergibt, die durch den Abriss der Zuckerfabrik verloren zu gehen droht. Die Geschwindigkeit, die der Schwung der Fassade vermittelt, steht in Beziehung zu den vorbeifahrenden Autos und Zügen.
Auf der anderen Seite schiebt sich der Baukörper weit in den Straßenraum der Burgdorfer Straße, so dass er auch von dem heutigen Zentrum aus zu sehen ist. Beide Baukörper sind so gestellt, dass sich vor ihnen ein kleiner Platz bildet. Dieser leitet von der Burgdorfer Straße in die neue Fußgängerzone über. Vor allem bildet er aber einen Vorbereich für die Bank, er geht direkt in die Halle über, nur eine membranhafte Glasfassade trennt Platz und Halle. So wird die Halle als Ort mit dem meisten Kundenverkehr zum wettergeschützten Marktplatz im Gebäude.

Die geschwungene Fassade besteht aus Glas und Ziegel. Das Glas drückt Modernität aus, der Ziegel schafft als traditionelles Baumaterial einen Kontrapunkt zu der expressiven Baukörperform und vermittelt den Kontext zur Umgebungsbebauung.