Funktionsschema, Martin-Luther-Schule
Lageplan, Martin-Luther-Schule
Schulhof, Martin-Luther-Schule
       

Martin-Luther-Schule, Marburg

Planung: 2006
BGF: 4.306 m²
BRI: 17.429 m³
NGF: 3.190 m²
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Der Entwurf umfasst einen Realisierungsteil mit dem Neubau der Martin Luther Schule sowie eine Erweiterung der Stadthalle um ein Tourismus Büro und ein Restaurant. Im Ideenteil werden weitere Baumaßnahmen der Stadthalle dargestellt.

Zentrales Merkmal des Entwurfes ist ein fußläufiger Weg, der den Universitätsplatz mit dem anliegenden Hörsaalgebäude über das Theaterforum mit dem Hof der Martin-Luther-Schule verbindet und verzahnt. Der Weg wird gebildet durch den Hauptbaukörper der Stadthalle und dem neuen Baukörper. Hierbei wird der Bezug auf die Blockrandbebauung des Quartiers aufgenommen.

Die fußläufige Erschließung wird von der Biegenstraße über eine Rampen-/ Treppenanlage auf das Niveau des 1. Obergeschosses geführt, um an der engsten Stelle den Hochpunkt zu erreichen. Von dort führt eine sich öffnende Rampe bis auf den Schulhof der Martin-Luther-Schule. Diese auch teilweise überdachten Außenräume laden ein, vielfältig und unterschiedlich bespielt zu werden.

Die äußere und innere Wegeführung ist entscheidendes Merkmal des Entwurfes. So begleitet eine im Innern des Gebäudes liegende Rampe die äußere auf den Weg ins 1. Obergeschoss. Sie ist Zugang für Restaurant, Stadthallen-Foyer und Musikräume gleichermaßen. Die Treppenhäuser öffnen sich und geben den Blick auf das Ernst-von-Hülsen-Haus und zur Parkanlage frei, führen aber gleichzeitig in die Verbindungsachsen zu dem Foyer der Stadthalle und den neuen Klassentrakt.
Die neuen Baukörper sind geprägt von transluzenten Membranen, die aus feinteiligem braunem Streckmetall bestehen. Sie bieten Sonnenschutz, werden über das Dach gezogen und integrieren dort Fotovoltaik und Sonnenkollektoren. Die Fensterflächen für natürliche Belichtung und Belüftung wechseln sich ab mit geschlossenen Fassadenflächen, die mit blanken und glatten Aluminiumpaneelen bekleidet sind.
So entstehen durch Überlagerungen von verschiedenen Nutzungen räumliche Beziehungen die ein vielseitiges bespielen der Flächen erlauben.