Garage am Petersberg, Nordhausen
Garage am Petersberg, Nordhausen
       

Garage am Petersberg, Nordhausen

Planung: 2002
Fertigstellung: 2003
BGF: 3.550 m²
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Die Stadtteilgarage am Petersberg schiebt sich als einfache Parkpalette unter den terrassierten Berg. Die wesentlichen Gestaltungsmerkmale der Landesgartenschau werden aufgenommen und in dem Gebäude fortgeführt. Durch geschickt angeordnete, großzügige Öffnungen und einen Lichtgraben wird viel Tageslicht in die Parkebenen transportiert. Grün und Naturstein vermitteln eine naturnahe Atmosphäre.

Durch Nutzung des Geländegefälles gelingt es, zwei Parkebenen so anzuordnen, dass sowohl die obere, als auch die untere Ebene direkt vom Straßenniveau aus angefahren werden können. Rampen und Treppenhäuser innerhalb der Garage sind nicht erforderlich.

Helle, freundliche Farben, eine großzügige Parkplatzeinteilung mit der Möglichkeit Einzelgaragen auszubilden, der Blick in grüne berankte Seitenwände und Tageslicht vermitteln dem Besucher und dem zukünftigen Mieter eine heitere Atmosphäre. Nachts wird über eine Effektbeleuchtung der Gabionenwände und der grünen Pflanzen sowie einer hellen Ausleuchtung der gleiche Eindruck vermittelt.

Die Fassade der Tiefgarage nimmt die Gabionenwände als wesentliches Gestaltungsmerkmal der Landesgartenschau auf und führt sie optisch weiter. Daraus entwickelt sich ein „grüner Kubus“, eine aus Gittertafeln bestehende Fassade, die von oben und unten berankt wird. Das Tageslicht fällt durch die Blätter gefiltert ins Parkhaus. Es ergeben sich so lebendige, veränderliche Lichtwirkungen im Innenraum und ein fließender Übergang von innen und außen. Zusätzlich werden die Parkdecks durch ein Oberlicht im Bereich der Rückwand belichtet.
Die Zufahrten werden durch tiefe Blechleibungen markiert, die sich aus der grünen Fassade herausschieben.

Für beide Parkebenen sind zwei Fußgängereingänge geplant, jeweils in Zusammenhang mit den Einfahrten und im Bereich der LGS. Hier stehen sie als gliedernde kubische Glasbaukörper im grünen Blätternetz. Der Eingang zur oberen Parkebene ist durch das Geländegefälle behindertengerecht angeordnet.

Das Konzept der stirnseitigen Ein- und Ausfahrten lässt eine beliebige Anzahl von Stellplätzen zu, da die Länge der Parkebenen unabhängig von der Erschließung ist. Die Parkebenen können in zwei Bauabschnitten ausgeführt werden. Falls erforderlich, können die vorhandenen Garagen zum Teil zunächst noch bestehen bleiben. Durch ein Achsmaß von 2,70 m und die eingerückten Stützen ist ein bequemes Ein- und Ausparken gewährleistet. Die Konzeption geht über die Belange der Landesgartenschau hinaus. In der Nachnutzung können bei Bedarf alle Stellplätze mit verschließbaren Boxen ausgerüstet werden.