Hainberggymnasium, Göttingen

Bauherr: Stadt Göttingen
Planung: 2006
Fertigstellung: 2010
NF: 407 m²
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Das Hainberg-Gymnasium wurde 2006 zu einer Ganztagsschule umstrukturiert. Im Rahmen dieser Maßnahme wurde mit dem Neubau der Mensa ein Provisorium ersetzt.

Der neue, eingeschossige Anbau mit Speiseraum für 120 Personen und Funktionsräumen schiebt sich aus einem Schulbaukörper aus dem Jahre 1968 in eine Freianlage mit leichter Hanglage. Die Aussenanlagen wurden hierbei mit Sitzstufen integraler Bestandteil der Nutzungsverbindung von öffenbarer Glasfront des Anbaus und vorgelagertem Terrassen-, und Grünraum.

Der Entwurf der Mensa differenziert in der Gestaltung der Räumlichkeiten zwischen Aufenthalt und Funktion, indem sich die Funktionsräume U-förmig als massiver Baukörper aus dem Bestand entwickeln und vorhandene Fluchten aufnehmen. Die Aufenthaltsflächen jedoch, sind in das U als möglichst transparenter, lichtdurchfluteter Raum entwickelt worden.

Die gestalterische Geste der Differenzierung der Funktion wird durch Material und Farbe spielerisch verstärkt. Der neue Baukörper hat an allen Wänden – egal ob Innen-, oder Außenwand – waagerecht liegende bunte Fassadenplatten. Dieses Patchwork in warmen rot-orangen Farbtönen verzahnt somit den Innen- und Außenraum.

Eine überdachte Terrasse wurde Bestandteil der Implantation. Tageslichtführung in dem Innenraum, die verglaste Front und die Auffaltung der Decke und des Fußbodens unterstreichen diese Grundidee. Der Raum ermöglicht Identifikation und schafft Atmosphären, die die Nutzungsspielräume vielfältig erweitern.