Werkstatterweiterung GEB, Göttingen

Bauherr: Göttinger Entsorgungsbetriebe
Planung: 2014
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Die Erweiterung der Göttinger Entsorgungsbetriebe besteht aus zwei Baukörpern, die im Westen an den vorhandenen Baukörper der LKW Werkstatt angedockt werden.

Der größere der beiden mit der Erweiterung der eigentlichen Reparaturwerkstatt setzt baulich den Schlusspunkt an der Westseite des Gebäudeensembles. Erreicht wird dies durch die Gebäudehöhe und ein Herausrücken aus der Flucht der Gebäude. Hier ist die neue, 21,00 m lange Reparaturgrube eingebaut, die für lange Gespanne den notwendigen Wartungs- und Reparaturplatz schafft. Auch der Bremsenprüfstand wird in dieser Halle eingebaut. Es schließen sich zwei Arbeitsbühnen für kleinere Fahrzeuge an, die über Tore an der Westfassade erreicht werden.

Der im Süden an diesen Baukörper angrenzende zweite Bereich des Gebäudes ist vorgesehen für die neue Reinigungsanlage der Mülltonnen und die vergrößerten Umkleiden der Mitarbeiter. Dieser Bauteil nimmt die Höhe des Bestandsgebäudes auf. Durch die gestaffelten Höhen, unterstützt durch die Materialwahl der Fassaden – Porenbeton der Werkstatt und Bekleidung des Servicebereiches mit dem vorhandenen Trapezblech – und durch die Farbgebung, ist es gelungen, die Baukörper harmonisch und doch prägnant in das Gesamtensemble zu integrieren. Die Farben sind aus dem Corporate Design des Unternehmens entwickelt.

Durch die Erweiterung wird die innere Organisation des Bestandes neu geordnet und optimiert. Weitere Räume für Fette und Öle verlangt der Bedarf nach immer spezielleren Schmierstoffen für die spezifischen Fahrzeuganforderungen. Durch die Verlagerung der Umkleiden ist eine Trennung in sogenannte schwarz/weiß Bereiche möglich, dies ist die Trennung von Alltags- und Arbeitskleidung. Ein weiteres Ergebnis der Planung ist die Entkopplung des lärmintensiven Karosseriebaus vom Reparaturbetrieb. Dieses ist für die Arbeitshygiene und die Gesundheit der Beschäftigten notwendig.

Arbeitsabläufe werden optimiert. Der integrierte Bremsenprüfstand ist durchgängig in den Betriebszeiten nutzbar und kann auch für die notwendigen TÜV Vorbereitungen des LKW und PKW Bestandes genutzt werden. Weiterer Vorteil ist die Entzerrung des Reparaturbetriebes. Ein Rangieren von Fahrzeugen ist nicht mehr notwendig. Längere Reparaturen können durch die Erweiterung der Kapazitäten durchgängig vorgenommen werden.

Das Projekt wird im Jahr 2015 gemeinsam mit den Fachplanern für Tragwerk, für Heizungs- , Lüftungs- und Sanitäranlagen und für die Elektroinstallation realisiert. Zum Ende des Jahres können die zusätzlichen Kapazitäten im Interesse von Kunden, Verbraucher und Mitarbeiter voll genutzt werden.